Auslöser von Depressionen
Die Auslöser von Depressionen sind so vielfältig wie die Möglichkeiten, die
das Leben bietet. Eine Partnerschaft, die nicht mehr ist, was sie einmal war,
kann Depressionen auslösen. Der Verlust der Arbeitsstelle, oder die Angst, die
Arbeitsstelle zu verlieren, vielleicht weil in der Firma Gerüchte zur
Rationalisierung im Umlauf sind. Mobbing am Arbeitsplatz. Familiäre Probleme,
mit denen der Betroffene relativ alleine gelassen ist. Der Tod eines geliebten
Menschen. Aber auch totale Überarbeitung, weil in der heutigen Zeit gerne die
Arbeit für drei Mitarbeiter auf einen einzelnen abgeschoben wird. Häufig sind
Depressionen auch bei Pflegepersonal zu beobachten, im Krankenhaus, im Pflegeheim, in der mobilen Pflege. Die seelische Belastung und die starke, körperliche Beanspruchung durch ständige Wechselschichten und zehn bis vierzehn Tage am Stück, das ständige zu Hause
angerufen und zum einspringen gepfiffen werden, weil ein Kollege krank ist, wird
hier oft als Ursache zugrunde gelegt. Gleiches gilt aber auch für permanente
Inanspruchnahme durch die Familie, wenn alle Pflichten an einer Person
hängenbleiben, und diese von keiner Seite Unterstützung oder Verständnis
erfährt. Oftmals erkranken gerade Menschen, die sehr pflichtbewusst sind und
hohe Ansprüche an ihre eigene Arbeit stellen, ob nun im Berufsleben oder
innerhalb der Familie, an Depressionen. Häufig wird auch bei Menschen, die nur
Nachtschichten arbeiten, Depressionen festgestellt, und diese lassen sich aus
mangelnder Lichteinwirkung erklären.
Man findet diese Erkrankung oft bei Dauernachtwachen im Pflegedienst, und seit dies als Ursache erkannt wurde, achten Arbeitgeber verstärkt darauf, dass niemand nur noch im Nachtdienst arbeitet, sondern auch Tagesschichten absolviert. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass eine Depression jeden Menschen ereilen kann, der eine drastische Veränderung in negativer Form in seinem Leben.
