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Kleines ABC der Krawattenpflege

Edel und glänzend hängt sie da, Ihre neue Krawatte. Und doch: vielleicht ziert sie am Abend schon ein unschöner Suppenfleck. Vom vielen Knoten bilden sich Falten und Runzeln – zugegeben, bei einer guten Krawatte dauert dies etwas länger. Auf Reisen wird die Situation völlig brisant, und beim Kofferauspacken sind nicht nur Sie, sondern auch Ihre Krawatte zerknittert.

Zum Glück ist man diesen Unbillen nicht hilflos ausgeliefert. Zugegeben: ein Fleck in der Krawatte ist unschön. Und in die Waschmaschine werfen sollte man das Prachtstück dann doch nicht. Bei einer klassischen Seidenkrawatte können Sie es zunächst vorsichtig mit einem feuchten Tuch versuchen. Mikrofaserkrawatten können mehr Reinigung ab, aber auch hier sollten Sie mit dem Wasser sparsam sein – es gibt Kalkflecken. Spiritus kann die bessere Wahl sein, aber testen Sie auf der Rückseite, ob das Material die Behandlung verträgt.
Einige wenige Reinigungen reinigen auch Seidenkrawatten. Da die Krawatte hierzu aber meist aufgetrennt und wieder vernäht werden muss, setzen Sie hier nur auf wirklich erfahrene Spezialreinigungen – Klar, dass dieser Aufwand sich nur bei besonders edlen Bindern lohnt.

Die Falten einer Krawatte bilden sich nicht so schnell, wenn die Krawatte ein gutes Futter hat, Dennoch wird man sie nie ganz verhindern können. Sie zu bügeln, schadet meist mehr, als es nützt. Daher hier jetzt der Geheimtipp. Er funktioniert übrigens nicht nur mit Krawatten, sondern auch mit aus der Form geratenen Anzügen und lässt sich selbst im Hotelzimmer umsetzen: Hängen Sie Ihre Krawatte der Länge nach auf einen Bügel. Diesen hängen Sie ins Badezimmer. Und nun: Zeit für eine heiße Dusche. Ja, ernsthaft, kein Scherz. Der Dampf glättet das Gewebe und Futter der Krawatte, und sie hängt sich aus.