Pflanzen und Unkraut im heimischen Garten
Unkraut gehört wohl den größten Übeln, die sich ein Hobbygärtner vorstellen kann. Eigentlich ist unter dem Begriff Unkraut alles zusammenzufassen, was heute in den gepflegten Gärten an Pflanzen nicht gewollt ist. Nutzpflanzen, die an falscher Stelle erscheinen und so als Unkraut ausgerottet werden und Wildpflanzen, die sich im Garten immer wieder ansiedeln, wird im Hinblick auf das Wohl der Kulturpflanzen der Kampf angesagt. Unkraut hat jedoch nicht zwingend nur Schlechtes zu bieten. Auch unter diesen Pflanzenarten sind nützliche Vertreter zu finden. Nicht zuletzt lässt das Unkraut es zu, die Bodenbeschaffenheit eines Gartens bestimmen zu können. Einige bestimmte Unkrautarten wachsen zum Beispiel lediglich auf magerem und kalkarmen Boden. Es sind dies vor allem Kräuter wie der Sauerampfer und das Sandstiefmütterchen. Andere Arten von Unkraut zeigen Tonboden an, wie Ackerschachtelhalm und Gänsedistel. Der Huflattich dagegen gedeiht am Besten auf kalkreichem Ton.
Wer aber seine Pflanzen vor Unkraut schützen möchte, tut dies in der Regel auf die eine oder andere Art. So ist eine Bodenbedeckung mit lockerer Kompostmasse sehr gut dazu geeignet, dem Unkraut entgegengestellt zu werden. Aber auch viele weitere Maßnahmen werden immer wieder ergriffen, damit das Unkraut innerhalb eines Gartens nicht die Überhand gewinnt. Das ist verständlich, bedenkt man, wie lange manche Menschen in einem Pflanzen Lexikon genau nach den Pflanzen suchen, die ihren speziellen Vorstellungen entsprechen. Wird das runde Bild dann durch Unkraut unterbrochen, ist der Ärger vorprogrammiert. Regelmäßiges Entfernen des Unkrautes ist daher unbedingt erforderlich, wenn es sich nicht gerade um einen eigens angelegten Wildgarten handelt, der ohne Zweifel auch seine Reize haben kann.
