Bertold Brecht - moderner Lyriker
Brecht - dieser Name steht für Dramatik, Lyrik und kritisches Denken. Geboren wurde er 1898 in Augsburg. Seine Mutter liebte und umsorgte ihn rührend in seiner Kindheit. 1917 wollte Bertold Brecht Naturwissenschaft und Medizin studieren, musste aber in den Ersten Weltkrieg ziehen. Wenig später nahm er ein weiteres Studium in Angriff, fing es aber eigentlich nie wirklich an. 1922 kam die Uraufführung in München des linksgerichteten Stückes Trommeln in der Nacht. Bertold Brecht zog 1924 von München nach Berlin. Diese Jahre waren nicht nur beruflich sehr ausfüllend. Privat heiratete er zunächst die Opernsängerin Marianne Zoff und Tochter Hanne kam zur Welt.
Politisch verfolgte er die kommunistische Linie. Seine Stücke waren oft mit linksgerichteten Aussagen gefüllt. 1993 floh er ins Exil nach Dänemark und in die USA. Die Werke von Brecht wurden im Dritten Reich verbrannt. In Amerika warf man ihm vor Mitglied einer kommunistischen Partei zu sein. Brecht fühlte sich unrecht behandelt und floh nach Österreich. Denn kein anderes Land wollte ihn zu dieser Zeit einreisen lassen. Auch Westdeutschland gehörte dazu. 1948 reiste dann Bertold Brecht über Prag nach Ost-Berlin und ließ sich in Berlin Weißensee nieder. Dort gründete er auch das Berliner Ensemble. Es entstanden viele Theaterstücke und auch Gedichte, . Eines davon ist das lyrische Werk Die Lösung. Es betrifft die Unruhen 1953 in Ostdeutschland. Drei Jahre später erlitt er einen Herzinfarkt und starb an den Folgen. Brecht ist bekannt für seine politischen und rationalen Ansichten. Es gibt viele Anhänger und auch genauso viele Kritiker. Doch seine Werke werden bis heute an den Theatern gespielt. Auch seine Gedichte, sehr viele an der Zahl, sind zu einem Teil der modernen Literatur geworden.
